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Aufzuchtstation für Rotbauchunken im Projektgebiet Tårup Strand in Dänemark ist bereit für die neue Saison

Aufzuchtstation für Rotbauchunken im Projektgebiet Tårup Strand in Dänemark ist bereit für die neue Saison

Die warmen und sonnigen Frühlingstage werden die Rotbauchunke aus Ihren Winterquartieren in die Brutgebiete ziehen lassen. In Tümpeln und überfluteten Senken der Tieflandauen werden bald die Rufe der Männchen zu hören sein, um so die Weibchen zu den Laichplätzen zu locken. Bei der Paarung heften die Rotbauchunken ihre Eier an Wasserpflanzen an. Auch in diesem Jahr werden die Eier aus dem Projektgebiet, Tårup Strand in Dänemark, in eine Aufzuchtstation gebracht. Die unterstützende Aufzucht ist eine wichtige Maßnahme zur Erhaltung der kleinen und gefährdeten Rotbauchunkenpopulationen vor Ort. Durch die Aufzucht unter kontrollierten Bedingungen wird die Überlebensrate von Eiern und Kaulquappen deutlich erhöht (über 90 %). In der Aufzuchtstation werden die Eier und Kaulquappen vor Räubern und anderen Faktoren geschützt.

 

In Dänemark haben wir vor Beginn der Paarungszeit der Rotbauchunken eine Aufzuchtstation eingerichtet. Wir haben in Gewächshäusern Behälter und Becken unterschiedlicher Größe aufgestellt, in denen wir den sich entwickelnden Eiern und Kaulquappen Bedingungen bieten, die denen in ihrer natürlichen Umgebung ähnlich sind. Vor Beginn der Metamorphose werden die Kaulquappen in Netzkäfige überführt, wo sie sich endgültig in Jungtiere verwandeln können.

Photo: Niels Damm

Es ist wichtig, die Behälter früh genug vorzubereiten und mit Wasser, Sediment und Pflanzen aus lokalen Teichen zu füllen. Wir müssen darauf achten, dass keine Räuber wie Libellenlarven, Käfer oder andere Wirbellose in die Becken gelangen. Außerdem haben wir vor einigen Tagen Netzkäfige in den zentralen Teichen im Projektgebiet Tårup Strand installiert. Eine frühzeitige Vorbereitung der Behälter und Netzkäfige ist wichtig, damit sich auf dem Netz selbst eine epiphytische Schicht aus Algen, Bakterien und Protozoen etablieren kann, die als wichtige Nahrungsquelle für die sich entwickelnden Kaulquappen der Rotbauchunke dienen wird.